Der überbordende Kapitalismus ist an seine Grenzen gestoßen.
Die Weltwirtschaftsteckt in der Krise. Und nicht nur die Menschen müssen die Rechnung tragen. Das
Klima bezieht schon lange Stellung und die Auswirkungen fallen immer drastischer
aus. Aber die Bereitschaft wächst, sich den Problemen anzunehmen. Der eigene Lebensstil
wird in Frage gestellt. Die Menschen müssen und wollen umdenken. Fairtrade,
biologischer Anbau, regenerative Energien, um nur ein paar der Maßnahmen
zu nennen, treffen auf immer höhere Akzeptanz und Nachfrage. Auch im Marketing hat man reagiert.
Neue Akronyme, wie LOHAS oder PARKOS, entstehen und versuchen, den mittlerweile schwer erkenn- und
begreifbaren Konsumenten in neue Schubladen zu zwängen, mit der Absicht, ihn
wie gewohnt zu umwerben - nur in Grün. Obwohl Nachhaltigkeit und Soziale Verantwortung
längst keine neuen Modebegriffe mehr sind, hat es die Wirtschaft leider
noch nicht verstanden auf die modernen Bedürfnisse und Anforderungen einzugehen.
Immer kürzere Produktzyklen, ein übersättigter Markt, immer leerere Versprechen.
Und alles für alle finanzierbar zu 0% Zinsen, trotz Schufa-Eintrag. Aber Geiz ist schon
lange nicht mehr geil. Stattdessen entsteht eine neue Bescheidenheit mit Betonung auf
Genuss und eine Rückbesinnung auf Werte. Sein wird wichtiger als Haben. Um
so mehr wächst der Frust über Maßlosigkeit und Gier der Wirtschaftsbosse, Manager,
Banken und Co. Die drastische Umverteilung von Macht und Kapital demontiert die
gesellschaftliche Mitte und verspielt somit das Vertrauen der Menschen in das gesellschaftspolitische System.
„Change und Chance trennt gerade mal ein Buchstabe."
Möglichkeiten sich zu beteiligen gibt es genug. Sei es in Form von verantwortunsbewusstem
Konsum oder dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Allerdings ist es sehr
einfach so das Gewissen zu beruhigen. Man muss dafür nur etwas tiefer in die Tasche
greifen. Weh tut es erst, wenn man das gibt was wichtiger ist als Geld. Zeit.
Was kann man wirklich aktiv ändern? Diese Frage möchte ich mir im Rahmen meiner
Masterthesis stellen und biete Kopf, Hand & Herz für nachhaltige und soziale Projekte. Unentgeltlich.
Ja. Ich will kein Geld. Punkt. Aus. Basta. Es gibt nur drei Bedingungen.
1. Ich suche mir die Projekte aus.
2. Ich darf die Projekte im Rahmen meiner Masterarbeit dokumentieren und veröffentlichen.
3. Ich möchte nichts dabei drauflegen. Also, anfallende Material- und Reisekosten etc. trage ich nicht.
Auch nach dem offiziellen Ende meines Masters wird das Angebot von „Biete Kopf, Hand & Herz"
bestehen bleiben. Neben meiner Arbeit, werde ich mich weiterhin unentgeltlich zur Verfügung stellen.
Ganz im Sinne der Sache - Nachhaltig eben.